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Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2018

Die Anzahl der Cybercrime Delikte verringerte sich 2018 um 13,4 %. Dies ist vor allem durch die Reduzierung der Ransomwareangriffe zurückzuführen, so General Lang, der Leiter des Bundeskriminalamtes. 

Die Kriminalität verlagert sich zunehmend ins Internet

Die Zahl der Straftaten im Bereich der  Internetkriminalität betrug 2018 insgesamt 19.627, das ist eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 16,8 Prozent. Die Anzahl der geklärten Straftaten konnte um 13,3 Prozent gesteigert werden, von 6.470 (2017) auf 7.332 (2018).

Die Zahl der Anzeigen wegen Internetkriminalität-Delikten im engeren Sinn war 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 13,4 Prozent rückläufig.
3.070 Cybercrime-Delikte (Internetkriminalität im engeren Sinn) wurden 2018 angezeigt, davon waren 2.634 vollendet und 436 versucht. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich lag 2018 bei 32,1 Prozent, das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung um 3,9 Prozentpunkte.

Insgesamt gab es im Bereich der Internetkriminalität 2018 7.980 Tatverdächtigte, das ist eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent. Davon sind 5.591 männliche Tatverdächtigte und 2.389 weibliche Tatverdächtigte. Die meisten Tatverdächtigen sind zwischen 25 und 39 Jahre alt (3.547), gefolgt von den Über-40-Jährigen (1.896) und von
den 21- bis 24-Jährigen (1.110).

Die Anzahl der fremden Tatverdächtigten im Bereich der Internetkriminalität betrug 2018 3.504 (Österreicher: 4.476), das ist eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent. 1.048 Tatverdächtige waren Deutsche und 254 Serben.

Die Zahl der Fälle von Internetbetrug ist gegenüber dem Jahr 2017 um 13,3 Prozent gestiegen und weist somit den höchsten Wert im  Zehnjahresvergleich auf. In absolutenZahlen ist eine Zunahme um 1.567 auf 13.328 Anzeigen (2017: 11.761) verzeichnet worden. Die Aufklärungsquote beträgt 37,2 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozentpunkte gefallen.

Steigende Aufklärungsquote

Für die positive Entwicklung bei der Aufklärungsquote und den Rückgang der Anzeigen zeichnen Präventionsmaßnahmen und intensive Ermittlungsarbeit verantwortlich.

Das Bundeskriminalamt reagierte mit dem Ausbau des Cybercrime-Competence-Centers (C4) sowie mit umfassenden Schulungsmaßnahmen von Ermittlern in diesem Deliktsbereich. Die Sonderkommission „Clavis“ bearbeitete erfolgreich zentral und operativ sämtliche „Ransomware“-Delikte. Mobile Forensik, Multimedia-Forensik und Kfz-Forensik ergänzen und erweitern die Kompetenzen des C4 im Bereich der digitalen Beweissicherung. Darüber hinaus werden Schutz- und    Ermittlungsmöglichkeiten in Hard- und Softwarebereichen erforscht und entwickelt.

Im Fokus: Kinderpornografie

Die Zahl der angezeigten Fälle von Kinderpornografie stieg 2018 mit 1.161 Meldungen um 58,4 Prozent an. Die Aufklärungsquote lag bei 89,3 Prozent.

Im Fokus: Erpressung im Internet

 

2018 stieg die Zahl der Anzeigen wegen Erpressung im Internet um 236,2 Prozent an. Dieser hohe Anstieg ist damit erklärbar, dass entsprechende E-Mails mit erpresserischem Inhalt in sehr großer Anzahl (vergleichbar mit Spam-Mails) versandt wurden und jeder Erhalt einer solchen E-Mail als selbständige Straftat gezählt wurde. 2018 wurden um 72,2 Prozent mehr Fälle von Erpressung im Internet geklärt als im Jahr zuvor. Die  Aufklärungsquote liegt jedoch aufgrund der zuvor genannten  Erfassungsmodalität bei lediglich 3,7 Prozent.

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